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Berliner Mauerradweg
Tour und Text von Holger Schmidt Informationen zum und Radtouren vom Autor

Berliner Mauerradweg

Der Berliner Mauerradweg führt entlang der alten Mauer, die West-Berlin vom Ostteil und der DDR abgetrennt hat. Als beschildeter Weg ist er als Rundkurs ausgelegt.

Unsere Radtour

1.Tag Brandenburger Tor - Teltow - 67 km

Erster Tag des Projektes Berliner Mauer beginnt mit einem guten Frühstück in dem Hotel Hotel4Yourth. Nach dem Auschecken lernen wir eine Familie aus Cottbus kennen, während wir unsere Taschen am Rad befestigen.
Wir unterhalten uns noch etwas und steigen geraume Zeit später auf unsere Räder. Die 2 km bis zum Brandenburger Tor sind schnell zurückgelegt.

Als wir uns für diese Route entschieden haben, erschien uns das Brandenburger Tor als guter Ausgangs- und Endpunkt dieses Rundweges.
Am Tor angekommen werden ein paar Fotos geschossen und schon geht es los. Wir fahren hindurch und halten uns links. Es geht am Holocaust Denkmal vorbei und dann sind wir auch schon am Potsdamer Platz.
Hier ist der erste Haltepunkt für uns. An den dort stehenden Mauerresten gibt es einige Informationen zur Historie dieses Platzes und man kann sich von einem 20 jährigen ein Visa nach Westberlin erkaufen.
In der Nähe des Potsdamer Platzes gibt es noch einen Wachturm. Wir schauen uns etwas um und lesen die Informationen bevor wir in die Sesemannstraße einbiegen.
Hier treffen wir das erste Mal auf die Doppelkopfsteinpflasterlinie, die den Verlauf der Mauer angibt. Von der Sesemannstraße biegt die Weg links in die Niederkirchnerstraße ein und wir treffen auf ein ca. 200 m Mauerstück, welches wahrschein restauriert werden soll, da es eingezäunt ist.
Weiter geht es bis zum Jackpoint Charlie. Hier sind weitere Infotafeln zur Mauer und der Mauerzeit zu finden.
Der Checkpoint selber wurde gelassen. Es stehen noch das Grenzhäuschen und die Infotafel, dass man den amerikanischen Sektoren verlässt bzw. betritt.
Wir lassen uns Zeit, da wir uns die Tafeln durchlesen und zuschauen wie sich Touristen fotografieren lassen.

Irgendwann drängt die Zeit und wir fahren weiter die Zimmerstraße bis zur Axel-Springer-Straße. Da ist der Axel Springer Verlag ansässig.
Weiter geht es im Zickzack durch die Straßen immer der ehemaligen Mauer entlang. Dabei geht es durch einen Park, am ehemaligen Grenzübergang Prinzenstraße vorbei und über die Spree bis zur Mühlenstraße.
Hier befindet sich die "East Side Gallery". Diese Galerie ist ein 1316 m langes Mauerstück auf dem internationale Künstler Bilder hinterlassen haben.
Diese Bilder sind sicher streitbar aber die meisten haben uns gefallen. Es lohnt sich auf alle Fälle wieder mal da vorbei zu schauen.

Doppelkopfsteinpflasterlinie für die Berliner Mauer am Griebnitzsee in Potsdam
Berlin Potsdamer Platz Berin East-Side-Galery
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An der Ecke Mühlenstraße-Warschauer Straße geht es links über die schönste Berliner Brücke - die Oberbaumbrücke.
Zwischen den beiden mittleren Türmen befindet sich ein Metallstück, da hier die Mauer durch ging. Leider hat man diesen Teil nicht wieder original aufgebaut.
Auf der linken Spreeseite biegt der Weg an der Ecke Falksteinstraße-Schlessische Straße links ab. Nachdem der Landwehrkanal überquert wird, biegt der Weg rechts in die Straße Am Flutgraben ab.
An diesem Punkt findet man noch einen Wachturm. Weiter geht es durch Neuköln bis nach Treptow. Hier durchqueren wir die S-Bahn auf der Kiefholzstraße und rollen am Sowjetischen Ehrenmal entlang.
Nun muss aufgepasst werden, da der Weg nach halbrechts die Kiefholzstraße verlässt und durch einen Park führt. An dieser Abbiegung befindet sich ebenfalls ein Denkmal.

Im weiteren Verlauf des Weges gelangen wir an die Sonnenallee. Dieser Grenzübergang ist bekannt durch den gleichnamigen Film.
Leider kann ich keine Übereinstimmungen mit dem Film feststellen. Kurz nach der Sonnenallee gelangt man an die Neukölnische Allee.
Hier unbedingt nach rechts auf die Alle abbiegen und nicht gerade aus weiterradeln! Das ist eine Sackgasse für Radler. Nach der Überquerung des Britzer Verbindungskanals geht es rechts am Kanal weiter und man kommt am Chris-Guefroy-Mahnmal vorbei.
Nicht weit vom Mahnmal wird die A113 durchquert und nun rollt man auf einem schön asphaltierten Weg an der Autobahn entlang.
Hier fängt es etwas zu nieseln an aber das stört uns nicht, da wir uns mit Regenjacken bewaffnet haben. Wir rollen so dahin und finden plötzlich eine Diskrepanz zwischen Karte und der Beschilderung.
Wir bleiben aber auf dem ausgeschilderten Weg und treffen am ehemaligen Grenzübergang Waltersdorfer Chausee wieder auf den in der Karte aufgeführten Weg. Leider war bis jetzt die Beschilderung nicht immer optimal vor allem in Berlin Mitte.
Nun aber wurde es für uns besonders schwierig. Durch die nun kommenden vielen kleinen Schwenks und der zum Teil fehlenden bzw. schlecht zu sehenden Schilder.
Wir verfahren wir uns öfters, finden aber immer wieder den Mauerweg. Der Weg führt nun an den Wohngebieten von Rudow, Buckow, Lichtenrade, Marienfelde und Lichterfelde entlang.
Auf der rechten Seite sind Häuser und auf der linken befindet sich fast unberührte Natur, das ehemalige Niemandsland. Während einer dieser Zusatzstrecken finden wir ein schönes Eiskaffee in Groß-Ziethen.
Da lassen wir uns nicht lange Bitten und schon sitzen wir an einem Tisch mit lecker Eis und Kaffee.

Wir bleiben eine längere Zeit da bis es weiter geht. Wir fahren zurück auf den Berliner Mauerweg und passieren verschiedene Gedenksteine und eine japanische Kirschbaumallee.
Sehenswert ist diese Allee sicher zur Kirschblütenzeit. Unweit dieser Allee treffen wir auf den Teltowkanal. Der Weg führt uns an diesem Kanal entlang.
Wir fahren auf dem schön ausgebauten Weg beschwingt dahin und gelangen an die Knesebeckbrücke. Hier entschließen wir uns eine Unterkunft zu suchen.
Nach 2 Telefonaten checken wir im Marriott von Teltow ein. Die Zimmer sind super, die Unterbringung der Fahrräder ist kein Problem und somit können wir den heutigen Tag in angenehmer Atmosphäre ausklingen lassen.

2.Tag Teltow - Hennigsdorf - 72 km

Wir genießen ein schönes Frühstück und stärken uns für den Tag, der uns bis nach Hennigsdorf bringen wird. Nach dem Bezahlen des Zimmers verstauen wir die Taschen an den Rädern und fahren zurück an die Knesebeckbrücke.
Der Weg biegt dann gleich hinter der Brücke an einem Gedenkstein links ab und führt weiter am Teltowkanal entlang. Nach ca. 1,5 km muss man dann aufpassen da die Beschilderung nicht eindeutig den Weg kennzeichnet.
Dieser biegt rechts ein, dann gleich wieder links um nach 200 m wieder rechts weiter zu laufen. Nun geht es durch Wald bis zur Machnower Straße.
Da ist ebenfalls ein kleiner Gedenkstein. Wir fahren rechts auf der Straße um an der nächsten Kreuzung nach links auf die Ludwigsfelder Straße zu gelangen.
Weiter fahren wir links in die Neuruppiner Straße ein bis zum Mahnkreuz Karl-Heinz Kube. Auf den Weg dahin fängt es an mit Regnen und wir ziehen unsere Regenjacken an.
Weiter geht es auf der Berlepschstraße bis zur Benschallee an einem Mahnmal vorbei. Die Benschallee endet am Königsweg und wir rollen links abbiegend in diesen ein.
Nun geht es auf dem Forstweg immer geradeaus über die A115 (ehemaliger Kontrollpunkt Dreilinden) bis nach Kohlhasenbrück am Mahnkreuz Willi Marzahn.
Hier muss man sich entscheiden, was man will, da an der ersten Kreuzung der Weg in jede Richtung führt. Wir entscheiden uns für die Richtung an den Griebnitzsee (rechts abbiegen).
Wir durchqueren die Bahn, biegen links ab, dann rechts in die Stubenrauchstraße ein und schon sind wir am See. Da befinden sich noch Mauersegmente. Weiter geht es direkt am Seeufer entlang bis wir plötzlich vor einem Zaun stehen, der uns die Weiterfahrt versperrt.
Den eigentlichen Weg haben die Besitzer einfach beschlagnahmt und sich einverleibt. Wir sind schon etwas sauer und können nicht verstehen, wie man so etwas einfach machen kann.
Gehört so etwas auch zur neuen Freiheit? Schimpfen hilft da allerdings nichts und so nehmen wir das Angebot an und schieben die Räder die Treppe hoch auf einem gefertigten Radsteg.
Auf Infotafeln erfahren wir, dass die Stadt Potsdam zwecks des gesperrten Weges mit den Grundstückseigentümern in Verhandlung ist.
Leider kann ich nicht nachvollziehen, wieso so etwas passieren kann.

Nach dem wir uns etwas beruhigt haben, steigen wir nun wieder auf unsere Drahtesel und folgen der Karl-Marx-Straße.
Dieser folgen wir bis zur Wasserstraße. Wer sich die Villen der eigensinnigen Eigentümer ansehen möchte, fährt die Vichtrowstraße, die nach einigen 100 Metern wieder auf die Karl-Marx-Straße trifft.
Unter anderem findet man die Truman-Villa, in der der Staatsmann den Befehl für den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki gegeben haben soll.
Weitere berühmte Villen sind die Churchill- und die Stalin-Villa. Ein Gutes hat allerdings der Umweg. Wir konnten einer Studentin, die gerade Ihr Abschlußzeugnis geholt hat, helfen, so dass sie nach Hause radeln kann.
Wir wünschen ihr für die Zukunft viel Glück, vor allem deshalb, weil sie ab September nach England geht um da ihre Referendarzeit zu absolvieren.

Am Ende der Wasserstraße treffen wir wieder auf den ursprünglichen Mauerweg. Wir rollen bis zur Lankebrücke die uns über den Verbindungskanal zwischen Griebnitzsee und Glienicker Lake bringt.
Auf der anderen Seite geht es links weiter bis zum Jagdschloss "Glienicke" und weiter bis zum Schloss "Klein Glienicke" an der Königsstraße.
Hier angekommen treten wir kräftig in die Pedale um nach links über die Glienicker Brücke zu kommen. Auf dieser Brücke wurden während der Zeit der Mauer ausschließlich die Spione der USA und der UdSSR ausgetauscht.
Der Mauerweg bleibt am Ufer des Jungfernsees und erreicht über die Schwanseestraße den neuen Garten mit der Matrosenstation Kongsnaes.
Das Schloss "Cecilienhof", indem die 3 Staatschefs - Stalin, Truman, Churchel - die Aufteilung Deutschlands und Berlins beschlossen - blinkt uns durch die Bäume an.
Desweiteren finden wir das Gebäude "Eremitage" am Ufer des Sees. Leider ist es verschlossen. Am Ende des Parks geht es über kleinere Straßen an Gärten entlang und am BUGA Park vorbei bis zur Nedlitzer Straße.
Dieser folgen wir bis es rechts in ein Waldstück geht und wir nach Neu-Fahrland gelangen. Hier verspüren wir einen kleinen süßen Zahn und halten deshalb an einer Gärtnerei an, die ebenfalls leckeren Kuchen, Eis und Kaffee zum Verzehr bereithält.
Wir genehmigen uns Kuchen und Kaffee und genießen das schöne Wetter.

Sacrower Heilandkirche
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Nach dieser Unterbrechung steigen wir mit neuen Glückshormonen auf unsere Räder und folgen der Straße "Am Wiesenrand".
Am Ortsausgang von Krampnitz biegt der Weg in den Rotkelchenweg ein und führt uns auf die Krampnitzer Straße weiter am Krampnitzsee entlang. Es ist zwar nicht viel Verkehr aber trotzdem muss aufgepasst werden, da in einer Kurve der Weg in einen Waldweg abbiegt.
Dabei wird der Untergrund sandig und man muss schon aufpassen, dass man gut durch den teilweise lockeren Sand kommt. Es geht an den Königswall und dem Schwarzen Berg vorbei bis zur Sacrower Heilandkirche.
Dabei bleibt der See immer in Sichtweite. Die Kirche steht im Schlosspark des Sacrower Schlosses. Weiter radeln wir durch Sacrow auf der Straße, die nach Kladow führt.
Allerdings verlassen wir diese Straße kurz vor dem Ortseingang nach links in den Wald. Wir folgen den asphaltierten Weg, der leicht ansteigt.
Oben angekommen rollen wir beschwingt auf dem Weg weiter bis nach Groß Glienicke um kurz vor dem Groß Glienicker See links an dessen Ufer weiterzufahren.
Es macht Spaß leicht dahin zurollen. Allerdings müssen wir uns unter Bäumen unterstellen, weil ein heftiger aber kurzer Regenguss uns dazu zwingt. Dieser ist aber nach ca. 15 min vorbei, so dass es auf feuchtem Untergrund weiter gehen kann.

Am anderen Ende des Sees biegen wir auf die Gutsstraße rechts ein, radeln an Mauerresten vorbei, überqueren die Ritterfeldstraße und rollen quer durch ein Wohngebiet bis wir auf die Potsdamer Chaussee treffen.
Als die nächste Querstraße von rechts auf die Chaussee trifft, lassen wir die Chaussee links neben uns und folgen dem Mauerweg, der an einem Golfplatz, einem Friedhof und Rieselfeldern entlang führt.
Irgendwann wechseln wir wieder an die Straße und streben Spandau entgegen. Unmittelbar vor dem Ort biegen wir 90 Grad nach links und radeln an der Ortsgrenze entlang bis zur ehemaligen Grenzübergangsstelle Staaken am Kontrollpunkt Heerstraße.
Wir halten kurz um die Informationen, die an solchen besonderen Orten aufgestellt sind, zu lesen. Nachdem einige Fotos geschossen wurden, geht es weiter die Bergstraße entlang.
Dann verwinkelt sich der Weg und es muss wieder auf die Beschilderung geachtet werden bis wir ins Mühlenviertel einrollen. Es geht nun immer der Straße entlang vorbei an Kirchen, über und durch Bahnanlagen, passieren Mahnkreuze und Skulpturen und verlassen schließlich Spandau.
Es geht nun durch ein Waldgebiet, welches den sogenannten Eiskeller einschließt. Wir sind allein und können die Natur genießen. Das baut auf und wir sehen so manches schöne kleine Eckchen.
An der Schönwalder Allee biegen wir rechts ein, verlassen die Straße nach 300 m wieder um links in den Wald einzubiegen.
Wir umrunden den Laßzinssee und gelangen nach 2,5 km an die Havel. An deren Ufer bleiben wir mit unseren Rädern und erreichen nach weiteren 2,5 km den Grenzturm Niederneuendorf. Dieser ist begehbar aber nicht als wir eintreffen.
Am nächsten Morgen wäre noch eine Gelegenheit, aber da die Öffnungszeiten erst ab 10:00 Uhr sind, wird es für uns leider nichts mit der Besteigung.
Nun haben wir Henningsdorf fast erreicht. Wir bleiben auf der Uferpromenade und erreichen recht bald eine Brücke. Dies ist nun der Punkt an dem wir den Weg verlassen um uns eine Unterkunft zu suchen.
Wir wissen auch schon wo, da am Ortseingang von Niederneuendorf Pensionen auf einer Übersichtstafel ausgeschrieben waren. Das brachte unsererseits 100 Pluspunkte dieser Gemeinde ein.

Wir fahren also die Spandauer Allee entlang bis wir auf den "Hennigsdorfer Hof" treffen, der für uns auch ein Schlafplätzchen hat.
Nachdem die Räder verstaut sind und wir uns geduscht haben, lassen wir es uns im gemütlichen Gastraum munden. Irgendwann ruft dann der Sandmann und wir folgen seinem Rat und kuscheln uns in die Betten.

3.Tag Hennigsdorf - Brandenburger Tor - 48 km

Wir haben gut geschlafen und ebenfalls gut gefrühstückt, so dass es heute mit Superelan zurück zum Brandenburger Tor gehen bzw. rollen kann.
Es geht allerdings nicht los ohne das obligatorische Startfoto. Ok, das ist auch im Kasten und schwingen uns auf die Räder.
Wir fahren zurück an die Brücke am Havelkanal. Hier beginnt unsere heutige Etappe und wir fahren am Oder-Havel-Kanal entlang bzw. am Technopark.
Wir überqueren die S-Bahn und biegen nach rechts auf die Ruppiner Straße ein. Dieser folgen wir bis es hinter Stople-Süd nach links in die Stopler Heide geht.
Wir fahren auf Forstwegen bis nach Frohnau, umfahren diesen Ortsteil bis wir erneut an eine Bahnstrecke gelangen. Dieser folgen wir, unterqueren diese am Bahnstrom-Unterwerk und wechseln erneut auf die andere Seite an der nächsten Brücke.
Bleiben weiterhin an der Bahnstrecke und rollen in die Invalidensiedlung ein. Diese ist vom Baustil sehr interessant. Wir rätseln was es mit dieser Siedlung auf sich hat und fragen deshalb einfach 2 uns entgegenkommende Passanten, was dies für eine Siedlung sei.
Sie erzählten uns, dass diese Siedlung Mitte der 30-er Jahre gebaut wurde. In den Häusern wohnten Invaliden aus dem ersten bzw. zweiten Weltkrieg. Der Bau der Siedlung wurde notwendig, da das Invalidenhaus in der Invalidenstraße von der Regierung benötigt wurde und man diese Leute unterbringen musste.
Voraussetzung für den Einzug in die Häuser war, dass man nachweislich Invalide aus den beiden Weltkriegen ist. Dies gilt im Grunde genommen heute noch, da man auch heute nachweisen muss, dass man eine Behinderung hat.
Man kann also sagen, dass dies eine der ersten Siedlungen war, die Behinderten gerecht gebaut wurde.

Die Unterhaltung war sehr interessant, wir bedanken uns bei den Beiden und fahren dann weiter. Wir folgen dem Mauerweg weiter und gelangen nach der Siedlung über einen Kreisverkehr und der Breitner Straße in den Berliner Forst, der links neben der Straße ist.
Dort kommen wir am Waldturm der Deutschen Waldjugend vorbei. Hier machen wir eine kleine Informationspause und erfahren, dass dieser Turm ein ehemaliger Wachturm war.
Um diesen Turm wurden Bäume angepflanzt und Biotope angelegt und dadurch wurde er das Zentrum dieser dieser neuangelegten Landschaft. Nachdem wir uns hier ein wenig umgesehen und die Tafeln gelesen haben, ruft von weitem die Quadriga und wir hören auf diesen Ruf, so dass wir den Weg fortsetzen.
Es geht weiter dem Grenzstreifen entlang, am Hubertussee vorbei und gelangen in die Bieselheide und nach Glienicke. In Glienicke verläuft der Weg recht zickzack-mäßig und etwas verwirrend.
Aber wenn man sich an die Beschilderung hält, dann kommt man auch wieder aus dem Ort heraus und befindet sich plötzlich im Naturschutzgebiet "Tegeler Fließtal".
Das ist eine Art Heidegebiet, welches sich an den Fluss "Tegeler Fließ" schmiegt. Der Mauerweg überquert dann auch dieses Flüsschen und führt uns eine Anhöhe hoch.
Oben angelangt treffen wir auf eine lustige Frauentruppe, die sich etwas ausruht und uns kräftig anfeuert. Wir grüßen zurück und erreichen über den Schidower Weg den Checkpoint Qualitz.
Kurz vor diesem Punkt sehen wir den Fernsehturm und wissen, dass wir ihn heute noch begrüßen werden. Wir winken ihm kurz zu und freuen uns schon auf den Besuch des Alexanderplatz.

Berlin Invalidensiedlung Berlin Invalidenfriedhof
Berlin Brandenburger Tor Berlin Dokumentationszentrum der Berliner Mauer
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Leider ist vom Checkpoint Qualitz nichts mehr zu sehen, so dass wir uns nicht weiter aufhalten. Der Weg führt uns durch Wiesen auf einem schön ausgebauten Weg an die Bahnstrecke der Niederkrautbahn.
Dieser folgen wir und treffen an der Quickborner Straße wieder auf die Doppelkopfsteinpflasterlinie der Mauer. Diese hatten wir zu letzt in Neuköln unweit der Eastside-Galery gesehen.
Nun sind wir wieder im Stadtgebiet von Berlin angekommen. Wir folgen der Bahnstrecke weiter und diese bringt uns über Wilhelmsruh bis nach Reinickendorf.
In Reinickendorf wechseln wir an die S-Bahn und fahren an Gartenanlagen auf etwas holprigen Weg entlang. In Schönholz sehen wir das Gedenkkreuz von Horst Frank, fahren am Städtischen Friedhof Pankow vorbei, grüßen den Kinderbauernhof von Pankow, wechseln kurz nach dem Bauernhof die Bahnstreckenseite um diese Seite an der Grüntaler Straße wieder mit der gegenüberliegenden Seite zu tauschen um zum Gedenkstein Hinterlandmauer zu gelangen.
Nicht weit vom Gedenkstein verlassen wir dann die Bahn und rollen über die Schweder Straße in den Mauerpark ein. Dieser Park ist eine große Wiese, die von Kleingärten, der Max-Schmeling-Halle und dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark begrenzt wird.
Nach dem Park biegen wir rechts in die Bernauer Straße ein. An dieser Straße befinden sich viele Punkte, die an die ehemalige Mauerzeit erinnern, wie die Tunnel 29 und 57, die Kapelle der Versöhnung und das Dokumentationszentrum mit einem vollständig erhaltenen Grenzstreifen.
Das Dokumentationszentrum hat einen Turm, von dessen Plattform man einen schönen Blick auf Berlin hat und wo uns der Fernsehturm wieder mal zuwinkt. Wir verweilen etwas am Doku-Zentrum, lesen uns die aufgestellten Tafeln durch und sehen uns den Grenzstreifen an.
Nach dieser Informationsflut wird es irgendwann wieder Zeit an unser Ziel zu denken. Wir verwandeln uns also von Radschiebenden wieder zu Radtretenden und setzen unsere Tour fort.

Kurz nach der Kreuzung Gartenstraße-Bernauer Straße biegen wir rechts ab. Nach ca. 500 m umfahren wir den Kirchhof der französischen Gemeinde.
Hier stehen ebenfalls noch Mauerreste. Wir biegen dann von der Gartenstraße auf die Liesenstraße ein. Weiter geht es am Bundeswehrkrankenhaus entlang bis zum Schiffahrtskanal.
Dem Kanal folgen wir, indem wir links einbiegen. Wir rollen am Wachturm Kieler Straße und dem Invalidenfriedhof entlang bis zum Gedenkstein Günter Liftin.
Von hier aus sehen wir schon den Reichstag und wissen, dass unsere Tour sich dem Ende neigt. Wir passieren den Humboldthafen, blicken auf den Hauptbahnhof und sind auch schon an der Spree.
Nun weißt uns die Spree den Weg bis zum Paul-Löbe-Haus. Da treffen wir auf das Parlament der Bäume und überqueren die Spree mittels der Fußgängerbrücke am Paul-Löbe-Haus.
Dieses umrunden wir und schon stehen wir vor dem Reichstag. Der Weg führt uns hinter dem Gebäude entlang. Wir überqueren die Dorotheenstraße und sind am Ziel angelangt - dem Brandenburger Tor.
Diesmal schauen wir uns das Tor von hinten an. Die Sonne scheint, es gibt einen dicken Erfolgskuss und zum Abschluss eine schöne Currywurst.

Nach dem wir dem ganzen Trubel am Brandenburger Tor etwas zugeschaut haben, wird es Zeit unser Quartier anzufahren, welches wir im Vorfeld dieser Tour gebucht hatten.
Am Abend wollen wir noch über den Alex schlendern und dem Fernsehturm guten Tag sagen. Das Hotel ist bald erreicht und wir können den Staub des heutigen Weges abwaschen.

Überlegungen zu diesem besonderen Radweg

Wir sind den Weg der Mauer gefahren und haben uns die ehemalige Berliner Grenze aus der unserer heutigen Sicht und aus der Radperspektive angesehen. Es gab viel Interessantes zu erfahren.
Dabei sind auch viele Fragen aufgetaucht bzw. erhärtet wurden. Wie z.Bsp. das immer die Opfer beklagt und die Schützen verurteilt werden, aber jeder Flüchtling wusste um die Gefahr und die Konsequenzen einer Flucht.
Desweiteren ist mir die Verantwortungslosigkeit von flüchtenden Eltern gegenüber der eigenen Kinder unverständlich, wenn diese mitgenommen wurden.
Mir ist auch aufgefallen, dass hauptsächlich junge Menschen die Flucht versucht haben. Desweiteren werden die Fragen der Reparationskosten, des Marschalsplanes, der Verantwortlichen der Teilung (Währungsunion, Staatsgründung) und vor allem des entstandenen Schaden für die DDR vor dem Mauerbau (Wirtschaftsverbrechen, Abwerbung von ausgebildeten Menschen, Spionage, etc) und die völkerrechtliche Nichtanerkennung der DDR seitens der BRD nicht beantwortet.
Warum wurde Berlin überhaupt geteilt? Begann der kalte Krieg nicht schon während des 2. Weltkrieges?
Was ich mir wünschte ist, dass eine neutrale Aufarbeitung der Geschichte der beiden Deutschen Staaten erfolgt.

Fazit

Insgesamt hat uns die Tour gefallen. Wir finden es gut, dass es diesen Weg gibt und dass der Grenzstreifen erhalten geblieben ist.
Er sollte eine grüne Oase bleiben. Uns wurde auch bewusst, dass der Wohnungsbau in Ost- und Westberlin gar nicht so unterschiedlich war.
Hektisch ging es direkt in Berlin Mitte zu (zwischen Niederschönhausen und Treptow) aber außerhalb dieser Strecke fährt man sehr entspannt und kann vor allem in Potsdam die Natur genießen.

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