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"Rhein zum Mittelmeer"
Tour und Text von F.Jürgen Gensicke Informationen zum und Radtouren vom Autor

Campingplätze

In der Schweiz haben wir zwischen 17SFR und 26SFR für eine Übernachtung mit kleinem Zelt und Fahrräder bezahlt. Wobei der qualitative Unterschied zwischen dem Billigeren und dem Teuren dem Preisverhältnis entspricht.
In Frankreich dagegen haben wir zwischen 25,50FF und 125FF bezahlt. Dort konnte man aber nicht sagen, dass ein teurer Campingplatz auch besser ist, als ein billiger.
Gerade die "Camping Municipal", die häufig nur zwei Sterne haben, strengen sich ungemein an, freundlich zu sein und einen guten Campingplatz dem Gast zu bieten. Die Teuren haben oft die Philosophie "Quantität statt Qualität".
Die Krönung von allem Übel war der Campingplatz "La Brise" in Ste Maries de la Mer. Ein drei Sterne Campingplatz mit 1000 Stellplätzen und 106FF Preis pro Nacht. Dieser bietet für die Menschenmengen nur zwei Sanitärhäuser, die nur einmal am Tag gereinigt wurden.

Schweiz:

Die Tour führte uns auf Schweizer Seite durch die Kantone Aargau, Solothurn, Neuchatel und Vaud.
Wer nun denkt, das es in der Schweiz nur Berge gibt, der Irrt. Die Schweiz ist ein wunderschönes Land. Nicht nur Ideal zum Wandern, sondern auch zum Radfahren. Es gibt fast 10 ausgeschilderte Routen, die an jeder kritischen Ecke ein Hinweisschild haben. So sind wir die Routen Aare-Route (8=rot), Mittelland-Route (5=blau) und Rhone-Route (1=rosa) gefahren. Die Zahlen in den Klammer sind die Nummern der entsprechenden Route, die auf den entsprechenden Routenschildern verzeichnet waren.
Die Ausschilderung ist so Perfekt, wie man es von den Schweizern-Uhrenbauer gewohnt ist. Selbst vor deutsche Radwege (Passau-Wien, Altmühl, usw.) braucht sich diese Beschilderung nicht zu verstecken.
Im französisch-sprechenden Teil des Landes schlug allerdings manchmal "der (autofahrende) Franzose" durch. Die Beschilderung lässt dort etwas nach.

Frankreich:

Auf der französischen Seite ging es durch die Departments Ain, Isere, Ardeche, Drome, Gard, Vaucluse und am Mittelmeer das Bouches-Du-Rhone. Auch besser bekannt unter Rhone-Tal, Provence und Camargue.
In Frankreich angekommen frohlockte uns dieses Land mit deren Geschäfts-Öffnungszeiten und Riesen-Einkausfzentren mit klimatisiertem Verkaufsraum: die meisten Geschäfte haben dort von 9:00Uhr bis 19:30Uhr, mit einer zweistündigen Mittagspause, geöffnet. Von Montags bis Samstags und Sonntags bis 12:30Uhr. Wenn man von den sozialen Problemen bei den Angestellten und den Sinn-und-Unsinn solcher Öffnungszeiten absieht, hat das für uns Reisevolk nur Vorteile.
Wiedereinmal haben wir Frankreich als ein freundliches Land kennen gelernt. Die meisten Städte verfügen bereits über Fahrradwege innerhalb der Ortschaften. Auf vielen ländlichen (Schnell-)Verbindungsstrassen (rote National-Routen) sind gute Seitenstreifen angebracht worden, bzw. beim Neubau mit eingeplant worden.
Allerdings hat sich in den Köpfen der autofahrenden Franzosen bisher nichts geändert. Unser ehemaliger Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes sagte einmal ".. da würden einige auch mit dem Auto auf dem Klo fahren."
Bei den Franzosen ist das so! Man hat den Eindruck, das sie ständig Durchfall haben. Parken direkt vor der Haustür. Egal auf welcher Seite. Und ob da vorher noch Radfahrer (was sind Radfahrer?) fuhren ... ?
Spaß beiseite. Man muss in Frankreich schon ein bisschen Mitdenken oder gleich ein Holzkreuz mit seinem Namen mit auf die Reise nehmen.
Zweispurige Kreisverkehre sind eine richtige Herausforderung für jeden Masochisten.
Hier hat sich folgendes Verfahren am adrinalin-sparensten erwiesen: man zeigt mit seiner linken Hand solange die Fahrtrichtung im Kreisverkehr an, bis man den Verteiler verlassen will (dann natürlich die rechte Hand nutzen).

Preise in der Schweiz:

"Die Schweiz ist Teuer". Diese Aussage kann ich nach meinem Urlaub auch nur bestätigen. Der Wechselkurs im Juli 2001 betrug in etwa 1SFR = 1,30DM. Wenn man allerdings sich den Betrag der Franken in DM vorstellt, dann entspricht das etwa auch unserem Preisniveau. Ein Beispiel: Der Campingplatz kostet 20SFR. In Deutschland kostet einer vergleichsweise auch 20DM. Im Hinterkopf muss man sich trotzdem vor Augen halten, das umgerechnet der Schweizer Campingplatz dann 27DM kostet.
Trotzdem ist die Schweiz so schön, dass auch ein (Kurz-)Urlaub ein "muss" sein sollte.

Sonstiges:

Übrigens: Unterwegs haben wir Radler getroffen, die immer noch der Meinung sind, dass man in Frankreich sein Fahrrad im Fernverkehr mitnehmen kann.
Das ist Falsch!
Die Franzosen haben Ende 1998 den Gepäckversand komplett eingestellt und in den Fernverkehrszügen gibt es keine Gepäckabteile. Dort sind nur Gepäckstücke bis zu einer bestimmten Größe zulässig.
Nur noch im Nahverkehr kann man Fahrräder transportieren. Das aber sehr Preiswert (nämlich Kostenlos), wenn man denn einen Zug mit Gepäckabteil findet. Aber, wer will schon von Orleans oder Avignon mit Nahverkehrszügen bis nach Deutschland reisen?

Auch gibt es immer noch die Ewiggestrigen, die mit einem 70DM alubeschichtes Iglo-Zelt auf Reisen gehen. Auch in (Süd-)Frankreich gibt es gelegentlich stürmiges und regnerisches Gewitter-Wetter. Frei nach dem Motto: Wenn, dann richtig. So gab es auch in diesem Jahr mitten in Frankreich ein Mega-Gewitter mit einem Toten und mehreren Verletzten.
Ein stabiles Zelt bringt Sicherheit zu einem erfolgreichen Urlaub.

Ergänzt am 07.04.2002:
Laut einer ungeprüften Information eines Lesers, ist in einigen Fernverbindungen zwischen Deutschland und Frankreich bzw. innerhalb Frankreichs eine Fahrradmitnahme wieder möglich!

Reiseliteraturempfehlungen

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  • lonley planet Frankreich
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  • Rad-Wanderführer Rhone
  • Radwanderweg Rhein-Main-Kinzig 1 Vud-Verlag

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