Kapitel 3.7: Knieschmerzen, woher kommen sie?

Symbol eines Reiserad

weitere Unterkapitel im Kapitel 3:

Einleitung

Die folgenden Informationen sind keine ärztlichen Diagnosen, sondern stammen aus persönlichen Erfahrungen.

Knieschmerzen kann man in viele Bereiche unterteilen:

  • Brüche (Kniescheibe)
  • Risse (Kreuzband)
  • Entzündungen (Sehnenscheiden)
  • usw.

Beim Radfahren treten sehr häufig Knieschmerzen auf. Dies liegt daran, dass der Bewegungsablauf beim Radfahren anders ist, als üblicherweise beim Gehen. (Würden wir von Geburt an Radfahren und nur ab und zu mal gehen, so hätten wir häufig Knieschmerzen vom Gehen.) Die Kniescheibe wird anders belastet. Die bei der Bewegung entstehende Reibung im Gelenk findet an einer anderen Stelle (geänderter Krafteinleitungspunkt) statt. So ist auch bei Personen, die täglich mit dem Fahrrad einkaufen oder zur Arbeit fahren, zu beobachten, dass sie während einer Radtour Probleme im Kniebereich bekommen.

Die Ursache

Die Ursache dafür ist, dass sehr wohl auch eine Reizung während der täglichen Fahrt auftritt, die Reizung aber während der Tagesrestzeit wieder abklingen kann. Also die Erholung schon kurz nach der Fahrt die Reizung wieder abklingen lässt. Da die Kniescheibe mit den Gelenken des Oberschenkels und Schienbeins über die Jahre hinweg eingespielt sind, ist das normale Gehen auch beschwerdefrei. Sitz man nun auf einem Rad, ist der Krafteinleitpunkt an vielleicht einer anderen Stelle. Somit entsteht eine schmerzhafte Reizung innerhalb des Knies. Diese Reizung macht sich leider meist erst am nächsten Tag bemerkbar, so dass es für eine Änderung des Krafteinleitpunkts schon fast zu spät ist. Zumindest muss am Folgetag, trotz Änderungen an der Fahrradgeometrie, mit Schmerzen gefahren werden.

Auch sind meistens die Schmerzen einseitig.

Das liegt daran, dass zum einen der Mensch nicht symmetrisch gebaut ist und zum anderen daran, dass man evtl. ein wenig schief auf dem Sattel sitzt.

Justierung des Sattels

Ist sichergestellt, dass die Knieschmerzen nicht vom Hinfallen (Stürzen) oder anderen äußeren Einwirkung kommen, kann systematisch daran gearbeitet werden, während der Tour die Fahrradgeometrie zu verändern.

Ein Problem dabei ist, dass nicht bekannt ist, ob z.B. der Sattel etwas höher oder etwas tiefer zu stellen ist. Das müssen Sie selbst herausfinden.

Als praktische Lösung hat sich gezeigt, die Sattelposition in 5mm-Schritten zu verändern. Dann wieder ein Tag fährt, um dann zu entscheiden, ob sie weiter verstellt werden muss oder es so gut ist.

Einstellung der Sattelhöhe

Einstellung der Sattelhöhe

Einstellung der Sattelhöhe

Einstellung der Sattelhöhe

Für die horizontale Justierung (vorne-hinten) des Sattels gilt die Regel, dass die Ellenlänge plus ausgestreckte Hand die Entfernung ist, von der Sattelspitze bis zur Lenkersäule.

Es sind zwei grundsätzlich verschiedene Arten aus der Literatur bekannt, wie ein Fahrradsattel vertikal zu justieren ist (oben-unten):

Beinlänge vom Schritt bis zum Boden messen (mit den typischen Fahrradschuhen an). Diese Länge mit 1.1 multiplizieren. Sattelhöhe vom tiefsten Pedalpunkt bis zur Sitzfläche entsprechend der Länge einstellen.

Auf Sattel setzen mit Pedal in tiefster Stellung. Das Knie darf nicht durchgestreckt, sondern muss leicht geknickt sein. Die horizontale Justierung erfolgt über die Pedalstellung auf 2 Uhr. Der Sattel ist dann richtig eingestellt, wenn der Kniedrehpunkt senkrecht über der Pedalachse steht.

Wie oben schon geschrieben können, so trotzdem noch vereinzelt Schmerzen auftreten. Daher eventuell den Sattel in 5mm-Schritten in der Höhe variieren.

Trittfrequenz

Die meisten Radfahrer treten, bei einem zu hoch gewähltem Gang, zu langsam in die Pedalen. Um trotzdem auf Geschwindigkeit zu kommen müssen sie sehr kräftig in die Pedalen treten. Das ist zwar nicht so anstrengend, geht aber enorm auf das Kniegelenk. Schonender und dadurch auch schmerzfreier lässt sich mit höherer Trittfrequenz fahren. 80 bis 100 Umdrehungen pro Minute sind das was auch Rennradfahren auf der Ebene treten. Das ist zu anfangs sehr anstrengend bis man sich an die Trittfrequenz gewöhnt hat. Dafür gibt es auch spezielle Tachometer mit Trittfrequenzmessung, um ein besseres Gefühl für die Trittfrequenz zu bekommen.

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