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Radtour Perigord und Atlantik
Tour und Text von F.Jürgen Gensicke Informationen zum und Radtouren vom Autor

Touren-Tagesplanung:

21 Tage ohne An- und Abreisetag
abzüglich 7 Ruhetage
macht 14 Tage zum Radeln

Detailliertere Tourenbeschreibung:

17.07.2009
Unser Zug fuhr in Aachen pünktlich um 15:58Uhr los und kam sogar pünktlich in Köln Hbf. an.
Da wir noch bis zur Abfahrt des Busses eineinhalb Stunden Zeit hatten, vertrieben wir uns diese mit einem Spaziergang am Rhein und einem Abendessen beim Asiaten im Kölner Hauptbahnhof.
Der Natours-Bus kam pünktlich. Nach dem Verladen von Gepäck und Räder ging es los Richtung Frankreich. Unterwegs wurden dann die Sitze in Liegen umgebaut, das dauerte sage und schreibe eine Stunde. Das ging früher auch schon mal unter einer halben Stunde.

18.07.09
Unterwegs hieß es dann, das wir 3 Stunden Verspätung haben. Geschätzte Ankunft in Creysse 14:00/14:30Uhr. Unterwegs überlegten wir dann schon in Martel auszusteigen und von dort über die Hügellandschaft direkt nach Souillac zu radeln.
In Martel angekommen, war die Verspätung dann auf eineinhalb Stunden zusammengeschrumpft. Der Himmel war bewölkt und es regnete auch leicht. In einem Intermarche kauften wir noch ein, um dann von 12:00 bis 14:00Uhr im Restaurant Le Sans Lys zu Mittag zu speisen.

Ankunft in Martel mit Bike und Bus Markthalle mit Wochenmarkt in Martel
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Martel ist ein sehr schöner Ort und lädt zur Besichtigung ein.
Der Weg nach Souillac war schon stark hügelig, gerade am ersten Tag ohne viel Training. In Souillac angekommen fahren wir zuerst einen falschen Campingplatz an. Den am Dordogne-Ufer haben wir dann später doch noch gefunden und erreichten ihn um 15:30 Uhr. Für eine Nacht zahlten wir 10,50 Euro. Nach dem Duschen sind wir dann in den Ort gegangen und haben dort noch was getrunken.

19.07.09
Um 7:45Uhr sind wir aufgestanden und wollten, wie sonst üblich auf unseren Hockern frühstücken, als eine ältere Dame auf uns zu kam und uns Ihren Tisch und Stühle an bot. Wir nutzten die Gelegenheit.
Es war recht kühl. Bei ca. 18 Grad Celsius sind wir nach Le Roque Gaqeac gefahren und haben dort Mittag an einem Pic-Nic-Tisch gemacht. Bei aufgelockerter Bewölkung sind wir nach St. Cyprien geradelt. Kurz vor dem Ort sind wir einem Campingplatz-Schild gefolgt, der uns zwar zu einem Campingplatz führte aber nicht zu dem, den wir schon kannten. Dieser Campingplatz war irgendwie komisch. Die Rasenoberfläche schlecht gepflegt und auch nur Franzosen dort. Als wir dann endlich einen halbwegs guten Platz gefunden hatten und gerade unser Zelt aufbauen wollten, kam eine Frau und sagte, dass dies ein privater Campingplatz ist und wir gehen müssten. Der richtige Campingplatz wäre etwa ein Kilometer weiter. Dies war dann der Richtige, blieben dort für eine Nacht und zahlten dafür 15:50Uhr. Zum Abendbrot gab es dann Kronenbourg-Pilz und Tortelini mit Fertigsauce.

20.07.09
Gegen 7:30Uhr stehen wir auf. Es ist nebelig, der Nebel löst sich aber bis zur Abfahrt auf. Gegen 9:30Uhr fahren wir los. In Coux-et-Byaroque verfahren wir uns bergauf Richtung Le Bugue. Zum Glück haben wir das nach 2 Km schweißtreiberden Fahrt gemerkt. Die Fahrt auf der D29 von Le Buisson nach Colis war sehr Steil: dort sind wir eineinhalb Stunden mit 6-7Km/h gefahren. In Lalinde sind wir passend zur Mittagszeit um 12:15Uhr angekommen und haben in der offenen Markthalle sehr lecker zu Mittag gespeist.

die Markthalle in Lalinde
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Um 14:00Uhr sind wir dann bei 30 grad Celsius weiter gefahren.
Insgesamt war die weitere Strecke noch recht hügelig, teils bergig. Um 15:30Uhr sind wir in Bergerac angekommen, haben geduscht, das Zelt aufgebaut und gegessen.

21.07.09
Heute ist Ruhetag in Bergerac und wir stehen später auf. Es ist windig und sehr sonnig. Um 10:30Uhr machen wir uns auf dem Weg in die Altstadt, die sehr empfehlenswert ist. Im weitern Spaziergang in den neueren Stadtteil haben wir dort in einer Bar was getrunken und Urlaubskarten geschrieben.
In der Markthalle gab es Paella und Salat mit Meeresfrüchten zu Mittag. Später gegen 15:00Uhr sind wir noch in einen Salon-de-The gegangen und haben französische Konditorei (Patiserie) Spezialitäten zu uns genommen. Es ist weit über 30 Grad Celsius, wahrscheinlich 35 Grad Celsius. Zu heiß um rumzusitzen. Beim radeln hätten wir jetzt Verdunstungskälte vom Schwitzen.
Wir beschließen gegen unsere Planung morgen schon weiter zu fahren.
Trotz Vorhersage zweier Zeitungen, dass es erst Mittwoch und Donnerstag Gewitter geben soll, brach heute Abend schon in drei Etappen das Gewitter mit viel Regen aus.

22.07.09
Bei kühlem bedecktem Wetter fahren wir kurz vor 9:30Uhr los. 20km lang bis nach Les Fleix und haben dabei Rückenwind. In Les Fleix machen wir eine kleine Pause. Ste. Foy ist nicht so schön. Es gibt sehr viele Einbahnstraßen und noch mehr Autos. In Pessac machen wir Mittagspause und essen im Le Dauphin de Bois einen Salat mit heißem Ziegenkäse. Sieht sehr gut aus und schmeckt auch gut.
Weiterfahrt nach St. Emilion. Es ist wieder sehr heiß. In Castillon machen wir Pause. Wir fahren durch unendliche Weinanbaugebiete.

Weingut im Medoc weiteres Weingut im Medoc
Blick von St. Emilion
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St. Emilion erreichen wir auf einem Hügel. Die Altstadt liegt aber noch höher auf einem Berg - das Tourismusbüro ganz oben! Über dicke Pflastersteine schieben wir unser Räder dorthin, um nach dem Campingplatz zu fragen. Dort erfuhren wir, dass der Campingplatz gar nicht im Ort sondern 4km weiter weg ist. Also los und dorthin, um dann gegen 17:30Uhr dort anzukommen.
Wer sich für das einzigartige Anmeldeprozedere interessiert, sei auf die Fußnote verwiesen.
Seit St. Emilion regnet es ab und zu. Nachts gibt es mehrere Gewitter und die ganze Nacht regen.

23.07.09
Um 7:30Uhr hörte der Regen kurz auf. In windes Eile haben wir unsere Sachen und Zelt gepackt (mit kleineren Tropfen zwischendurch) und dafür nur 45min gebraucht. Frühstück gab es dann im Stehen an der Rezeption des Campingplatz. Weiter ging es mit unserer Reise indem wir wieder 3km den Berg hinauf nach St. Emilion radeln mussten. Die rote D670 war schon anstrengend, leicht hügelig und mit Gegenwind.
In St. Andre haben wir Pause gemacht und auf dem Wochenmarkt eingekauft. Das eingekaufte haben wir dann 5km vor Bourg zu uns genommen, da es stark nach Regen aussah und die Gelegenheit günstig war. Weitere 2km weiter mussten wir uns unterstellen. Bourg scheint ein schöner Ort zu sein, da wir aber auf der Rückfahrt dort zelten wollen, fahren wir weiter. In Blaye gab es die nächste Touristen Attraktion aus dem 17. Jahrhundert: eine Zitadelle zur Absicherung der Garonde bzw. Bordeaux. Und der Clou: der Campingplatz ist auf der Zitadelle! Es ist zwar ein einfacher Municipal-Campingplatz, kostet aber auch nur 9,90Euro.

Zitadelle in Blaye Campingplatz auf der Zitadelle in Blaye
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Wir überlegen, wie wir die nächsten Tage verbringen wollen. Am Abend sind wir noch in ein Restaurant auf der Zitadelle gegangen und haben was getrunken.

24.07.09
Wir sind um 7:30Uhr aufgestanden und waren dann ohne Frühstück um 8:30Uhr fertig. Und um 8:40Uhr standen wir schon an der Fähre, die uns dann um 9:0Uhr mitnehmen konnte. Die Fähre hat uns 9,40 Euro gekostet (2 Personen, 2 Räder). Die Überfahrt nach Lamarque dauerte 20 min. In Lamarque haben wir dann gefrühstückt und noch einen Kaffee in einer Bar getrunken.

Schloss in Lamarque
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Es ist merklich kühler geworden. Der Himmel ist bedeckt. In Brach machen wir in einem Restaurant Mittagspause. Die Strecke durch den Wald war ruhig und angenehm. Der Campingplatz in Carcans-Plage war der einzige vor Ort, so dass wir diesen nehmen mussten.

Radweg nach Carcans Plage am Atlantik bei Carcans Plage
Campingplatz in Carcans Plage
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Dieser Campingplatz hatte etwa 450 Plätze mit 6 Waschhäusern - einfach riesig. Abends gab es im Ort noch ein Konzert.

25.07.09
Ruhetag am Atlantik: was macht man? Man geht zum Meer sonnen und schwimmen.
Es ist zwar sonnig aber dafür stark windig mit etwa 25 Grad Celsius. Abends gegen 19:00Uhr wurde es kalt. Später dann sogar noch viel kälter.

26.07.09
Heute ist es wieder sonnig und sogar recht heiß bei 30 Grad Celsius und leichtem Wind. Wir gehen wieder zum Strand baden.
Abends waren wir dann pünktlich zum Sonnenuntergang am Strand und haben das Meer beobachtet. Anschließend im Ort noch einen Cocktail getrunken, der aber auf keinem Fall vergleichbar mit unseren sind.

27.07.09
Um 7:30Uhr klingelte der Wecker. Da Regen angekündigt und Wolken auf uns zu kommen, packen wir schnell ein. Frühstück gibt es auf einer Bank bei der Campingplatz-Anmeldung.
Die Strecke über Carcans nach Hourtin haben wir durch den Rückenwind recht schnell genommen (25km mit 18km/h). In Hourtin haben wir noch eine kleine Kaffeepause eingelegt.
Um 13:30Uhr waren wir dann in Pauillac am Campingplatz Municipal. Dieser lag etwas außerhalb des Ortes. Auf dem ersten Blick sah der Ort auch nicht so schön aus. Auf dem Campingplatz änderte sich unsere Meinung schnell: ein wunderschöner kleiner sauberer ruhiger und voll ausgestatteter Campingplatz lag vor uns.
Wir beschließen hier zwei Nächte zu bleiben.

28.07.08
Ausgeschlafen stehen wir später als sonst auf. Nach dem Frühstück waschen wir unsere Wäsche bzw. starten den Waschvorgang. Die Zwischenzeit nutzen wir, um die Umgebung und die dortigen Weingüter und deren Schlösser anzusehen.
Ansonsten war die Tagesdevise rumliegen und schlafen.

29.07.09
Früh um 7:30 Uhr sind wir aufgestanden und fahren zur Fähre nach Lamarque. Um 10:15Uhr erreichen wir den Fährhafen und trinken dort was am Restaurant. Um 11:00Uhr soll die Fähre gehen.
20min. später waren wir in Blaye. Die Fahrt nach Bourg war hügelig und durch die Hitze anstrengend. Mittags um 12:15Uhr erreichen wir Bourg und gehen in ein kleines Fischrestaurant essen. Danach haben wir den Campingplatz gesucht und unterhalb der Zitadelle unser Zelt aufgebaut. Dieser Campingplatz war ein Municipal und nicht dauerhaft besetzt. Am Abend sollte jemand zum Kassieren kommen.
Aufgebaut haben wir das Zelt aber erst kurz vor 16:00Uhr. Bis dahin haben wir geduscht, auf der Matte gelegen und geschlafen. Um 16:00Uhr sind wir dann ins Zentrum gegangen und haben einen netten Salon-de-the gefunden. Dort haben wir dann Chocolat Gourmand und Grand Creme Gourmand bestellt. Jeweils ein großes Getränk mit kleinen Kuchenstückchen dabei.
Nachmittags fing es an zu stürmen. Der Himmel zog sich immer mehr mit Wolken zu. Das Zelt sicherten wir zusätzlich noch mit einer Leine in Windrichtung ab. Es zog sich immer weiter zu, so dass wir von einem starken Regen in der Nacht ausgingen. Bis auf ein paar Tropfen zog der Regen ab weiter.
Abends bezahlten wir dann noch die Platzgebühr, die mit 9Euro der niedrigste Preis im ganzen Urlaub sein sollte.

30.07.09
Heute sind wir wieder früh raus, da wir eine lange Etappe vor uns hatten. Um 9:00Uhr verließen wir schon den Campingplatz.
In Perissac gab es eine Kaffeepause um 10:45Uhr und um 12:15Uhr erreichten wir Coutras. Die Strecke war bisher hügelig und abwechslungsreich. In Guitres sind wir durch ein Einbahnstraßen-Labyrinth geradelt.
Der auch für heute versprochene 30 Grad Celsius-Tag blieb bisher aus. Eine aufgelockerte Bewölkung verhindert die Sonnenbestrahlung und die Hitze.
Gegen 16:00Uhr kamen wir dann am Campingplatz in Monton-Menesteral an. Für 15Euro konnten wir dort zelten. Im Ort haben wir uns dann noch für das Abendessen eingedeckt.
Monton ist dadurch gekennzeichnet, dass dort viel Verkehr durch drei rote Straßen und eine Autobahnabfahrt in de Nähe ist.
Erst nach dem Zeltaufbau stellen wir fest, dass hinter der Hecke ein Fluss verläuft.

31.07.09
Die Nacht war kalt und der morgen auch. Unser Thermometer zeigt 12 Grad Celsius beim Zeltabbau an.
Um 8:30Uhr verlassen wir den Campingplatz, da wir kein Baguette bekommen konnten und fahren zu einem Champion, der kurz hinter dem Ort lag. Dort mussten wir dann noch eine viertel Stunde warten weil dieser erst um 9:00Uhr aufmachte. Wir kaufen ein und Frühstücken davor.
Um 10:45Uhr erreichen wir St. Front und machten dort an einem Bar-Tabac Pause. Um 11:00Uhr verließen wir den Ort und erreichten St. Asteries um 12:20Uhr zum Mittagessen.
Das Wetter ist ziemlich heiß geworden. Die Strecke bis hier ist nicht langweilig und schlingert sich durch das Land bergauf und bergab.
Vor Perigeux wurde es erwartungsgemäß Verkehrsreicher. Am Ortseingang gab es einen Hinweis auf einen "Weg Grün" entlang der Isle. Wir fahren diesen Radweg nach Perigeux hinein. Im Ortskern fanden wir auch Hinweisschilder auf Campingplatz Richtung Brive. Durch das Zentrum hindurch befand sich dann aber nur ein Hinweis auf einen Campingplatz in 5km Entfernung über die Hügelkette hinweg. Irgendwie haben wir die Beschilderung des Campingplatz im Ort verloren. Nach einer weiteren Suche beschlossen wir nochmals bis zur letzten Stelle, wo wir das Schild gesehen haben, zurück zu fahren. Leider nichts.
So beschlossen wir zurück zum Zentrum zu radeln und uns in ein Hotel einzuchecken. Die Touristen Information empfahl und vermittelte uns das "Britsol", ein drei Sterne Hotel. Für 81Euro pro Nacht ließen wir uns dort für 2 Nächte eintragen.
Es ist ein schönes Hotel mit freundlichem Inhaberpärchen. Im Keller konnten wir die Räder abstellen. Das WC ist vom Bad getrennt.
Abends sind wir noch in die City gegangen.

01.08.09
Morgens gab es Frühstücksbuffet. Danach sind wir in die Stadt gegangen: Wochenmarkt und Altstadt.

Zentrum von Perigueux Wochenmarkt in Perigueux
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Mittags essen in einer Brasserie. Abends gegen 18:00Uhr zog ein Gewitter über die Stadt hinweg. Nach starker Regen.

02.08.09
Nach dem Frühstück geht es los. Es ist bewölkt und merklich abgekühlt. In Cubjac kaufen wir noch was zu essen ein. Die Strecke ab Perigeux an der Isle bzw. hier an der Auverzere ist doch wieder anders. Die Straßen kleiner, leicht hügelig und Abwechslungsreich. Die weitere Fahrt nach Ajat und Thenon ist schon stark hügelig.
Thenon erreichen wir um 12:30Uhr nach 39.6km. Wir essen in einem kleinen Restaurant an der Hauptstraße.
Die Weiterfahrt ist eine Abfahrt nach Montignac. Um 15:00Uhr kommen wir dort an.
Nachts gibt es Regen.

03.08.09
Um 7:30Uhr stehen wir auf trocknen das Zelt und Frühstücken. Abfahrt um 9:20Uhr. Auf dem Weg nach La Roque St. Christophe kommen wir an ein Schild zum Freizeitpark "Site troglodytique Le Conquil". Wir dachten zuerst, das wäre schon St. Christophe, aber die Kilometer stimmten nicht und irgendwie hatten wir ein ungutes Gefühl. Wir schauen uns dort um und stellen fest, dass dies gar nicht La Roque St. Christophe ist. Bald wären wir darauf reingefallen und hätten 7:50Euro umsonst ausgegeben.
In La Roque St. Christophe angekommen zahlten wir dort 7 Euro Eintritt für die Jahrtausend alte Felsensiedlung.

Das Höhlendorf von St. Christoph Höhlendorf von St. Christoph mit altem Hebewerkzeug
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Ein interessantes Freilichtmuseum.
Mittags gab es eigenes Essen in Les Eyzies. Nach einem Kaffee in einer Bar/Restaurant entschieden wir uns nach Sarlat zu fahren.

Les Eyzies-de-Tayac Gänse im Perigrod
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Sarlat soll sehr schön sein. Campingplatz gibt es zwar laut Touristen-Faltblatt viele, dann aber in 5-10Km Entfernung. Auf unserer Streck etwa 10km vor Sarlat sollte eine Campingplatz sein.
Die Strecke dahin auf der roten N-Straße war sehr hügelig und durch den vielen Verkehr sehr anstrengend. Auf dem Weg nach Sarlat gab es eine weitere Felsenstadt "Grotes du Roc de Cazelle". Diese schien sogar noch interessanter zu sein als St. Christophe.
Der anvisierte Campingplatz war in der Pampa und dazu auch noch "Complete". Trotzdem fragten wir nach, ob eine Übernachtung für eine Nacht möglich ist. War es dann doch und man zeigte uns den Platz. Wieder einmal in der letzten Ecke des Campingplatz. Ewig weg vom Schwimmbad und Rezeption und das für 29Euro! Nach kurzer Diskussion entschieden wir uns weiter zu fahren. Entweder den ganz kleinen Campingplatz etwa 4km vor Sarlat (der auch nicht im Michelin Campingführer steht) oder halt eine Übernachtung im Hotel in Sarlat, war unsere Entscheidung. Der Campingplatz war aber eigentlich soweit ok, dass wir uns entschieden dort zwei Nächte zu bleiben und den freien Tag komplett in Sarlat zu verbringen.
Auch hier auf dem Campingplatz wollte man uns wie in St. Emilion in die hinterste Ecke setzten - diesmal haben wir uns aber eine Parzelle dann selbst ausgesucht.

04.08.09
Wir stehen später auf und Frühstücken entspannt. Danach waschen wir noch ein paar Fahrradtrikots bevor wir um 10:30Uhr uns auf dem Weg nach Sarlat machen.

alte Kirche in Sarlat
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Sarlat ist eine wirklich schöne Stadt und ein Besuche empfehlenswert. Mittags essen wir in einem Restaurant. Um 15:30Uhr fahren wir den Berg zum Campingplatz wieder hinauf.
Am Campingplatz dann lesen und schlafen.

05.08.09
Wir stehen heute auch was später auf. Nach Frühstück und Zeltabbau geht es hinab nach Sarlat und dann wieder kurz hinauf zur Piste Cycable. Die Piste Cycable ist eine alte Bahntrasse, die mit Teer überzogen wurde und nun als Radweg zur Dordogne genutzt wird.

der Radweg von Sarlat zur Dordogne auf alter Bahnstrecke
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Erschreckend ist eigentlich die Erkenntnis, dass trotz leichtem Gefälle sich die Fahrgeschwindigkeit reduziert, wenn man nicht tritt.
Kurz vor der Dordogne müssen wir links fahren und unter einer Brücke durch, bevor wir wieder auf der abgezweigten Bahntrasse ankommen. In Aillac endet der Radweg abrupt und ohne Ankündigung. Heike fährt mir beinahe hinten ins Rad.
Um 11:30Uhr machen wir eine kleine Kaffeepause in Rouffilac.
Der weitere Verlauf des Radweges führt nicht mehr entlang einer alten Bahntrasse sondern über Felder oder parallel zur Hauptstraße.
Souillac erreichen wir um 12:30Uhr und essen dort in einem Restaurant. Nach langen zweieinhalb Stunden Essen fahren wir zum Campingplatz. Nach dem Zeltaufbau und eine Runde schlaf ging es in die Stadt zum Casino-Markt, um für das Abendessen einzukaufen. Wir essen Cassoulette mit Brot.

06.08.09
Der Himmel ist bedeckt und es tröpfelt. Nach dem Frühstück gehen wir in die Stadt zum Museum de Automatic. Dies ist ein Puppenmuseum, deren Puppen und Gerätschaften sich bewegen können - allerdings alle male aus dem 18. und 19 Jahrhundert. Für 6 Euro Eintrittspreis ein schönes Museum.
Danach weitere Ortsbesichtigung und Kaffee trinken. Mittags gibt es Salat in einem Restaurant. Den Nachmittag verbringen wir in der Sonne am Campingplatz.
Wir gehen heute Nachmittag und am Abend in die Dordogne baden. Zum Abend hin zog es sich zu und fing an zu stürmen.

07.08.09
Wir stehen früh auf und beeilen uns mit dem Abbau, da Regen für den Tag gemeldet ist. Tatsächlich tropfte es ein wenig bzw. es nieselte später. Nach dem Frühstück ging es um 9:10Uhr los. 4,5km hinter dem Ort fing es dann für etwa eine halbe Stunde kräftig an zu regnen und wir fanden unterschlupf unter einem Baum am Straßenrand. Bei ein paar Regentropfen fahren wir weiter.
Um 10:30Uhr erreichen wir die Groten von Lacave. Eine schöne Gegend, doch leider konnte ich wegen dem Regen keine ordentlichen Fotos machen.
Der Campingplatz in Creysse ist sehr voll, so dass wir wieder an eine Ecke gelegt wurden.
Im Ort ist ein Fest. Abends gibt es Freilichtkino "Cars" und Disko bis 3:30Uhr morgens. Bis dahin konnten wir auch nicht richtig schlafen.

08.08.09
Heute morgen haben wir nur sparsam gefrühstückt, da wir auch keinen Tee mehr hatten und die Bar für einen Kaffee noch nicht geöffnet hatte. Um 10:20Uhr sind wir nach Martel losgeradelt und waren um 11:00Uhr dort. Wie immer war dort der Samstägliche Wochenmarkt. Wir essen zu Mittag dort in einem Restaurant. Danach geht es nochmal durch den Ort und dann zurück nach Creysse.
Den Nachmittag verbringen wir mit rumliegen, schlafen, Ausrüstung und Zelt reinigen und ein weiteres Bad in der Dordogne.

die Dordogne bei Creysse
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Abends ging es dann wieder mit dem Natours-Bus zurück nach Deutschland. An der Raststätte Lichtenbusch bei Aachen verlassen wir den Bus und radeln in die Stadt zum Frühstück.

Fazit:

Es war ein sehr schöner und abwechslungsreicher Fahrradurlaub. Das Wetter lies uns ein wenig im Stich, hielt sich aber dennoch in Grenzen. Die Fährüberfahrt von Blaye nach Lamarque und zurück hatte ich im vor hinein als kritischer betrachtet, als es in der Realität war. Bedenken hatte ich dahingehend, dass wenn Fußgänger und Radfahrer einen anderen Fährzugang haben als Autos, so hätten wir mit unserem Gepäck sicher Probleme bekommen.
Die Hin- und Rückfahrt mit Bike und Bus war wieder problemlos.
Für Urlauber, die der Sprache ein wenig kundig sind, ist Frankreich weiterhin ein schönes Urlaubsland.

Fußnote Campingplatz St. Emilion:

Ich starte mal den Versuch die Gestik und das Prozedere beim Anmelden auf dem Campingplatz in St. Emilion wiederzugeben und dann das zu schildern wie wir es erlebt haben (ins deutsche Übersetzt):
Wir: "Guten Tag, wir möchten für eine Nacht hier zelten."
Frau an Rezeption des Campingplatz (folgend CP-Frau): "Guten Tag, da muss ich mal nachsehen"
Blättert in ihrem Belegungsbuch. Blättert hin. Blätter her. "Für eine Nacht?"
Wir: "Ja, für eine Nach"
CP-Frau: Blätter wieder hin, Blättert wieder zurück, bespricht was mit Ihrer Kollegin. Blätter wieder hin, Blättert wieder zurück. "Wann reisen Sie morgen wieder ab?"
Wir: "spätestens um 10:00Uhr, eher 9:30Uhr"
CP-Frau: Blätter wieder hin, Blättert wieder zurück, bespricht was mit Ihrer Kollegin. Blätter wieder hin, Blättert wieder zurück. "Ja da habe ich diesen Platz" und zeigt auf ein Eckgrundsstück.
Wir: "OK" und denken uns, dass der Campingplatz wohl voll ist.
CP-Frau: gibt uns ein Nummernschild und zeigt uns auf einem Plan wie wir dahin kommen.
Wir: "danke" und fahren los. Auf dem Weg dahin wundern wir uns, warum jede zweite Parzelle leer steht und denken uns, das die wohl alle für heute Abend reserviert sind. Am nächsten morgen stellen wir fest, dass die Parzellen immer noch leer sind und zahlen trotz des schlechten Platzes einen normalen Parzellenplatz mit 30Euro.

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