GPS / Navi: Nutzung am Fahrrad

Inhalt dieses Artikels

Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht zum GPS am Fahrrad, wie die Installation erfolgte und dann damit eine GPS geführte Radtour unternommen wurde.

Einleitung

Nach unserer Radreise von Fulda nach Spandau sind wir an unserem Zielort in Dallgow Döberitz in der Pension Sperlingshof angekommen. Diese ist auch bekannt für deren GPS-Radtouren ins Umland der Havel, Potsdam und Berlin.
Da Dallgow doch noch 10km vom Spandau-Zentrum entfernt war, wollten wir dort mit dem Rad hinfahren und der Pensionsbesitzer Herr Koallick machte uns sein Garmin-GPS schmackhaft.
Die Wegepunkte für die Strecke nach Spandau und dessen anderen Radtouren hat er schon in der Vergangenheit für das Gebiet erstellt und kann so recht einfach eine Fahrradtour oder sogar Fahrradreisen zusammenstellen.

Einstellung des GPS vor der Fahrt
Das GPS wird mit Klettband am Lenker montiert
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Installation am Rad

Die Installation am Fahrrad gelang durch Klettverschlüsse schnell und einfach.
Auf dem ersten Blick sieht die Konstruktion sehr wackelig aus. Während der Fahrt aber zeigten sich keine Ableseprobleme oder sogar das es vom Lenker abfallen würde.

Nach der Montage wurde das GPS-Gerät noch so eingestellt, dass es die hinein programmierten Wegpunkte abfahren soll. Der Massstab wurde zum angenehmeren Ablesen auf 20m/cm eingestellt. Das war es auch schon.
Recht einfach und unkompliziert.

Die GPS geführte Fahrradtour

Am Anfang muss man sich daran gewöhnen, dass wenn im Stand der Lenker bewegt wird, das GPS die Orientierung dadurch verliert, weil es nicht genug Wegstrecke zurück gelegt hat.
Ist ja auch klar, denn bei einer Lenkerbewegung im Stand bewegt man sich ja auch nicht. Sobald man aber ein paar Meter gefahren ist zeigt es eindeutig die richtige Himmelsrichtung und Wegstrecke an.
Das bunte Display zeigte bei Tageslicht noch gut alle Informationen an.
In der Auflösung 20m/cm kann man gut die Strassen erkennen.
Aufgrund der Genauigkeit hat man manchmal den Eindruck, dass man neben der Strasse oder dem Weg fährt. Das war aber auf keinem Fall problematisch, da eigentlich das GPS dennoch den richtigen Weg zeigte.
Zuverlässig und ohne uns zu verfahren erreichten wir über schöne Nebenstrecken die Altstadt von Spandau.
Ich muss schon zugeben, dass ich diese Strecke mit einer normalen Fahrradkarte nicht gefunden hätte.

GPS-Gerät am Lenker montiert
GPS am Fahrrad während der Fahrt
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Mithilfe des GPS können Radfahrer also neue Routen entdecken und somit stellt es eine echte Bereicherung für die Tour dar. Wer sich nicht extra für das Radfahren ein GPS-Gerät kaufen möchte, kann auch auf Smartphones zurückgreifen. Mit Hilfe von Apps besteht die Möglichkeit, verschiedene Navigationsprogramme herunterzuladen. Außerdem gibt es Apps mit Tourenplanern, die vor der Fahrt eine gute Hilfe darstellen. Ausführliches Studieren von Landkarten entfällt dabei und mit wenigen Klicks ist eine neue Route geplant.

Ohnehin ist es sinnvoll, ein Smartphone im Gepäck zu haben, selbst wenn damit keine komplette Tour geplant wird. Kommt man einmal vom Weg ab, kann man kurz das Smartphone zur Hilfe nehmen und online nach dem richtigen Weg schauen. Dank des Gerätes sind Radler in fremden Gefilden dann nicht mehr auf die Wegbeschreibungen von Passanten abgewiesen, die mitunter einige Kilometer Umweg bedeuten können.

Fazit

Trotz meiner Skepsis hat mich die kurze Tour von der Technik her überzeugt.
Es lies sich sehr entspannt und ohne viel Ablenkung die Strecke abfahren.
Ein eindeutiges Plus für Radfahrerinnen und Radfahrer, die in unbekannte Gegenden eine Radtour oder Radreise machen möchten.

Als Nachteilig empfinde ich, dass eine lückenlos Energieversorgung gewährleistet werden muß.
Dies kann bei einer Radreise in Pensionen oder Hotels Abends durch Aufladen der Akkus bewerktstelligt werden.
Für Zeltreisende sehe ich dieses hingegen als Problematisch an.

Der zweite Punkt ist, dass ohne Wegpunkte ein Fahren nach GPS keinen Sinn macht.
Erst mit einem Datensatz an GPS-Wegpunkten macht eine solche Tour Spaß.

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